23 thoughts on “Das Schwarze Auge: Hinter der Maske des Meisters Teil 3 | DSA Dokumentation

  1. 18:55 Ähm, nein.
    "Freie Liebe" war nicht Anfang der 80er ein großes Thema in Deutschland, sondern Ende der 60er. 😉
    Nur haben solche Ideen seit Mitte der 80er an Einfluss verloren, weil das Bekanntwerden von Aids vielen Leuten Angst eingejagt hat und sich das gesellschaftliche Klima der Mehrheitsgesellschaft (zumindest in Deutschland, England) wieder auf "konservativ" gedreht hat.
    Vergleiche auch die regelrechte Welle von politisch motivierten Musik- und Film- Zensuren (v.A. betr. Gewalt) zu dieser Zeit, (teilweise auf Grundlage von haarsträubend falsch verstandenen Texten und Interpretationen, für die man in jeder Deutsch-Arbeit 'ne 6 kassiert hätte…).
    Das Thema ist eigentlich grade ganz aktuell, weil überraschenderweise viele dieser Werke seit einigen Jahren erfolgreich vom Index heruntergeklagt werden.

    Diese Zensurwut im Hinterkopf, hatte es mich mit 14, 15 Ende der 90er doch sehr positiv überrascht, wie unzensiert DSA trotz detaillierter Sex- und Gewalt-Szenen bleiben konnte.
    Ich fand die von Heyne herausgegebenen DSA-Romane zwar nie literarisch meisterlich, aber erstens hat man mit 15 den Anspruch nicht (in der Schule muss man schon genug auf höchstem Sprach-Niveau lesen) und zweitens mochte ich diese Freiheit weder in die eine noch in die andere Richtung Zensurgrenzen vorzufinden, so dass man das Gefühl hatte, alle möglichen, auch extreme, menschliche Verhaltensweisen in gewisser Weise gleichberechtigt nebeneinander vorzufinden, ohne das wie üblich der Rotstift angesetzt und so getan wird, als würden spätestens Sex und Gewalt 'eigentlich' nicht zum Menschsein dazu gehören.

    Um so schöner, manche der Autoren, die ich damals gelesen hatte, aber noch nicht mal ein Bild von ihnen kannte, hier vor der Kamera vorzufinden!
    Habt'a gut gemacht!

  2. Sehr anregender Beitrag – besten Dank dafür!
    Ich persönlich empfinde das Thema "Sex" als den wohl schmalsten Grad im Rollenspiel, weil es ganz besonders hier fix in peinlichen Absurditäten enden kann. Da ist man generell gut beraten mit einer Truppe, die ungefähr eine Spielphilosophie teilt, um so etwas zu vermeiden.
    Aber so ist es ja eigentlich mit allen Dingen im Leben und Pen&Paper ist ja grundsätzlich bereits ohne Sexinhalte etwas "Intimes", wie ich finde.

  3. Ich war ja nie ein großer DSA-Spieler (allerdings haben die Ausläufer in Form der Nordland-Trilogie dann auch mich erreicht in den 90ern), aber diese Doku ist wirklich hervorragend!
    Gibt es die Möglichkeit für Einmalspenden? Würde dann einfach mal was in die Kaffeekasse werfen.

  4. Die Schwächste Folge meiner ansiecht nach unter Skandalen verstehe ich etwas mehr als nur das es erwähnt wird das Sex eine Kontroverse war damals.Bin mal auf die Folge Gespant die die Übernahme behandelt.

  5. In the 90's, my AD&D friends were jealous as my Oeil Noir (DSA in French) rulebooks and adventures had better looking ladies! 😉 Keep up the good work, can't wait for Part 4!

  6. Was fasziniert so sehr an DSA? Tja. Ich glaube sie beschreiben es schon gut mit der Komplexität, aber sie ziehen den Schluss noch nicht richtig. Was fasziniert denn an Rollenspiel? Für mich zumindest war Rollenspiel immer großartig, weil man mit anderen gemeinsam eine Geschichte kreiiert. Niemand weiß vor dem Spielen, was passieren wird, auch die SL nicht. Bei DSA mit seiner fortlaufenden Geschichtsschreibung und gerade dem Briefspiel habe ich immer das Gefühl, Teil einer seeeeeehr großen Geschichte zu sein, an der hunderte mitgeschrieben haben. Wie viele Menschen es wohl wirklich sind, die Einfluss auf die Welt des Schwarzen Auges genommen haben? Sei es als AutorInnen, BriefspielerInnen oder auch nur inspirierende GesprächspartnerInnen von diesen oder als in Abenteuern verewigten Crowdfunding-SpenderInnen oder sonst wie… Ich denke schon, dass man da in dreistellige Bereiche kommt. Vielleicht sogar mehr. Das fasziniert mich. Diese Welt lebt einfach mehr als es die Fantasywelten tun, an denen ein, zwei Autoren geschrieben haben.

  7. Ich finde es schade dass DSA in Österreich nicht so weit verbreitet ist wie es das verdient hätte.
    Ich bitte Hesinde uns den weg zu erleuchten.

  8. Mich, Millennial, hat die Drakensang Reihe wirklich geprägt und mir das Tor zu DSA im weiteren Sinne geöffnet. Ich bin heute noch traurig, dass die Reihe nicht fortgesetzt wird. So liebevoll gemachte Spiele sind selten.

  9. ja ich hab auch Anfang der 2000er das erste mal was von DSA mitbekommen. Ich hab mir durch meine Schwester bei Weltbild n paar Fantasy Romane gekauft und irgendwie hatte Weltbild dann ne Werbeaktion und hat meine Schwester angerufen da wir ja Fantasy Romane gekauft hätten ob wir nicht interesse an "Das Schwarze Auge" hätten. "Das ist auch so n Fantasy Spiel" (Weltbild wusste selbst nicht was das war so wie das klang) meine Schwester hat das dann mal für mich gekauft und so hatte ich als öhm 15 oder 16 jähriger das erste mal die DSA 3 box aber keine Mitspieler…. während der Zeit war ich auch in der nächst größeren Stadt (Bamberg) in der Berufsfachschule und dort gabs in nem Spielelladen nahe des Bahnhofs n RIESEN DSA Schrank wo die Abenteuer auslagen…. erst ein oder zwei Jahre später hatte ich dann das erste mal eine RUnde geleitet (mit "Die Höhlen des Seeogers") und … der rest ist Geschichte 😀

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